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Run In (Siemens AG)

Run In (Siemens AG)
Ein Programm gibt "Grünes Licht"

In der Produktion von SIMATIC Industrie-PCs (IPC) steigt, bedingt durch die hohe Innovationsrate, beständig die Anzahl der Hardwarekonfigurationen und als Anbieter von einschaltfertigen Geräten auch in hohem Maße die Anzahl der Softwarekonfigurationen.

Um diese Variantenvielfalt auch in der Zukunft mit den hohen Qualitätsanforderungen fertigen zu können, war in der Geräteproduktion eine Automatisierung beim Prüfen der Hardware und beim Abfüllen der Software der Geräte notwendig. Bei der Fertigung handelt es sich um ein Built-To-Order Prinzip, d.h. in der Regel wird jedes Gerät individuell nach Kundenwunsch mit der Stückzahl 1 gefertigt.

Das RunIn-System ermöglicht das automatische Prüfen der Hardware und Abfüllen mit Software (Betriebssysteme und Anwendungen).

cjt entwickelte bereits im Jahr 2000 die Serverinfrastruktur für die Steuerung des gesamten Test- und Abfüllvorgangs. Derzeit sind hier ca. 40 Server im Einsatz, die die Fertigung von jährlich mehreren zehntausend IPCs verwalten. Außerdem erstellten wir eine Clientapplikation, die der Visualisierung der Abläufe dient und Erfolgs- oder Fehlerprotokolle für jedes geprüfte Geräte anzeigt. Seit dieser Zeit betreiben wir Wartungsaufgaben und nehmen regelmäßig Änderungen und Erweiterungen vor, wenn die Produktionsabläufe angepasst werden müssen.

So wurden MSDOS-basierte Hardwareprüfungen, die den gestiegenen Hardwareanforderungen nicht mehr gewachsen waren, auf Linux portiert. cjt lieferte eine eclipse-basierte Entwicklungsumgebung für die Prüfroutinenentwickler, mit deren Hilfe möglichst schnell und einfach Prüfroutinen für Hardwaretests entwickelt werden können. Mit einem spezialisierten Linux-System, welches auf dem zu prüfenden IPC läuft, wird der Ablauf der Hardwaretests durchgeführt, überwacht und gesteuert.

Aktuell findet eine Neuentwicklung der „Boot-Abfüll-Prüf“-Server statt. Die neue Generation wird auf Basis von Java entwickelt und durch Modularisierung auf zukünftige, variable Betriebsbedingungen vorbereitet. In der Entwicklungsumgebung Eclipse wird auf Basis von OSGi ein Applicationserver entwickelt und durch OSGi-Bundles auf die jeweilige Betriebsart eingestellt. Mit Hilfe von selbst entwickelten Eclipse-PlugIns wird eine Steuerung der BAP-Server ermöglicht. Für die Realisierung werden in diesem Projekt unter anderem Komponenten wie dhcp4java oder SLF4J (Simple Logging Facade for Java) / Logback eingebunden. Das zugrundeliegende Datenmodell wird mit dem Eclipse Modeling Framework modelliert.